Spielehandbuch Regeln & Anleitungen

Kartenspiele

Schwimmen (Einunddreißig)

Das schnelle Sammelspiel mit dem 32er-Blatt – wie man auf 31 Punkte kommt, was „Feuer“ bedeutet und wann man klopft, Schritt für Schritt erklärt.

Aktualisiert am 4. Juni 2026

Aufgefächerte Spielkarten eines deutschen Blatts auf grünem Tisch

Schwimmen ist ein schnelles, geselliges Kartenspiel, das je nach Region auch „Einunddreißig“, „Knack“, „Hosn obi“ oder „Schnauz“ genannt wird. Gespielt wird mit dem 32er-Blatt von zwei bis neun Personen. Das Ziel ist einfach erklärt, der Reiz liegt im richtigen Moment: Man sammelt drei Karten einer Farbe mit möglichst hoher Punktsumme und versucht, rechtzeitig zu beenden, bevor ein Mitspieler eine bessere Hand zeigt.

Spielziel

Jeder Spieler beginnt mit einer festen Anzahl Leben, üblicherweise drei. Wer am Ende einer Runde die niedrigste Punktzahl hält, verliert ein Leben. Sind alle Leben aufgebraucht, „schwimmt“ man und spielt mit einem letzten Leben weiter; der nächste Verlust bedeutet das Ausscheiden. Gewonnen hat, wer als Letzter im Spiel verbleibt.

Kartenwerte

Gewertet wird allein die höchste Augensumme gleichfarbiger Karten. Das Ass zählt elf, die Zehn und alle Bildkarten – Bube, Dame, König – jeweils zehn, die übrigen Karten ihren aufgedruckten Wert. Drei gleichfarbige Karten ergeben so maximal 31 Punkte. Eine Sonderwertung gilt für drei Karten desselben Werts: Dieses „Feuer“ schlägt jede Punktzahl.

Vorbereitung

Es erhält jeder Spieler drei verdeckte Karten. Drei weitere Karten legt der Geber offen in die Tischmitte. Bevor der Geber seine eigenen Karten ansieht, darf er sich entscheiden, ob er sein verdecktes Blatt behält oder gegen die drei offenen Karten in der Mitte tauscht – eine kleine Vorab-Wette, die das Spiel eröffnet.

Spielablauf

Wer an der Reihe ist, hat drei Möglichkeiten: Er tauscht eine seiner Karten gegen eine offene aus der Mitte, er tauscht alle drei Karten auf einmal gegen die drei offenen, oder er schiebt und passt, ohne zu tauschen. Schieben alle Spieler nacheinander, werden die drei offenen Karten abgeworfen und durch drei neue ersetzt. So nähert sich jeder Schritt für Schritt der angestrebten 31 oder einer möglichst hohen Summe in einer Farbe.

Klopfen und Spielende

Glaubt ein Spieler, gut genug zu liegen, „klopft“ er auf den Tisch, statt zu tauschen. Damit kündigt er das Rundenende an: Alle anderen Spieler sind noch genau einmal an der Reihe, dann werden alle Blätter aufgedeckt. Wer nun die niedrigste Punktsumme hält, verliert ein Leben. Bei Gleichstand verlieren alle betroffenen Spieler. Hält jemand genau 31, kann er sie sofort aufdecken – die Runde endet augenblicklich.

Das „Feuer“

Drei Karten desselben Werts, etwa drei Königen oder drei Siebenern, bilden ein „Feuer“. Es ist die einzige Hand, die selbst die 31 schlägt. Wer Feuer hat, deckt es sofort auf; alle übrigen Spieler verlieren in dieser Runde ein Leben. Weil einige Runden dem Feuer einen festen Punktwert von 30 oder 31 zuweisen, sollte diese Regelung vor Spielbeginn vereinbart werden.

Taktik und Varianten

Schwimmen lebt vom richtigen Zeitpunkt des Klopfens. Wer zu früh klopft, verschenkt mögliche Punkte; wer zu lange wartet, läuft Gefahr, von einem klopfenden Mitspieler überrascht zu werden. Eine bewährte Faustregel ist, bei etwa 25 bis 27 Punkten in einer Farbe das Beenden in Betracht zu ziehen, sofern niemand zuvor schon getauscht hat. Verbreitete Varianten betreffen die Zahl der Leben, die Wertung des Feuers und die Frage, ob bei einem aufgedeckten 31er sofort beendet wird. Wie bei vielen Kartenspielen empfiehlt sich eine kurze Absprache, damit alle nach derselben Fassung spielen.

Häufige Fragen

Wie viele Punkte sind bei Schwimmen das Maximum?
Das Maximum sind 31 Punkte. Sie entstehen aus drei Karten derselben Farbe mit der höchstmöglichen Augensumme, etwa Ass, Zehn und eine Bildkarte oder zwei Bildkarten derselben Farbe plus Ass. Wer 31 auf der Hand hat, deckt sie sofort auf; die Runde endet, und alle übrigen verlieren ein Leben.
Was bedeutet „Feuer“ beim Schwimmen?
Drei Karten desselben Werts – zum Beispiel drei Damen oder drei Achten – gelten als „Feuer“ und schlagen jede beliebige Punktzahl, sogar die 31. Wer Feuer hält, deckt es auf, und alle anderen Spieler verlieren ein Leben. Manche Runden werten Feuer mit genau 30 oder 31 Punkten, was vorab geklärt werden sollte.
Wie zählt man die Karten beim Schwimmen?
Gewertet wird nur die höchste Summe von Karten einer einzigen Farbe. Asse zählen elf, Zehn und alle Bildkarten (Bube, Dame, König) jeweils zehn, die Zahlenkarten ihren Augenwert. Karten anderer Farben zählen für die Summe nicht mit – es kommt also darauf an, in einer Farbe möglichst viel zu sammeln.
Wann ist man „am Schwimmen“?
Wer alle anfänglichen Leben – meist drei – verloren hat, „schwimmt“ und spielt mit einem letzten Leben weiter. Verliert ein schwimmender Spieler eine weitere Runde, scheidet er endgültig aus. Wer als Letzter übrig bleibt, hat das Spiel gewonnen.