Kartenspiele
Mau-Mau, Schwimmen, Skat und weitere Klassiker mit dem 32er- und 52er-Blatt – mit Spielziel, Ablauf, Sonderkarten und den wichtigsten Varianten.
Aktualisiert am 26. Mai 2026
Kartenspiele gehören zu den ältesten und beliebtesten Gesellschaftsspielen: Ein einzelnes Blatt genügt, und schon lässt sich zu zweit, zu dritt oder in größerer Runde spielen. Dieser Überblick erklärt die Regeln der bekanntesten Klassiker – vom schnellen Ablegespiel bis zum anspruchsvollen Stichspiel.
Mau-Mau
Mau-Mau ist ein Ablegespiel für zwei bis fünf Personen und der ideale Einstieg in die Welt der Kartenspiele.
Spielziel: Wer als Erster alle Handkarten abgelegt hat, gewinnt die Runde.
Aufbau: Jeder Spieler erhält fünf Karten. Die restlichen Karten bilden verdeckt den Nachziehstapel; die oberste Karte wird aufgedeckt daneben gelegt und eröffnet den Ablagestapel.
Spielablauf: Reihum legt jeder eine Karte ab, die in Farbe oder Wert zur obersten Karte passt. Kann oder will ein Spieler nicht ablegen, zieht er eine Karte vom Stapel. Passt diese, darf sie sofort gelegt werden, andernfalls ist der nächste Spieler an der Reihe.
Sonderkarten (vor Spielbeginn festzulegen, da regional unterschiedlich):
- 7: Der nächste Spieler zieht zwei Karten. Legt er selbst eine 7, addiert sich der Effekt für den Folgenden.
- 8: Der nächste Spieler setzt eine Runde aus.
- Bube: Wunschkarte – darf auf jede Farbe gelegt werden; der Spieler nennt die gewünschte Wunschfarbe.
Wer nur noch eine Karte hat, sagt „Mau“. Wer es vergisst, zieht zur Strafe zwei Karten. Verbreitete Hausregeln betreffen das Ass (Aussetzen) und das Stapeln mehrerer Sonderkarten.
Ausführliche Anleitung: Mau-Mau-Regeln mit allen Sonderkarten und Varianten.
Schwimmen (Einunddreißig)
Schwimmen – je nach Region auch „Einunddreißig“, „Knack“ oder „Hosn obi“ genannt – ist ein Sammelspiel für zwei bis neun Personen mit dem 32er-Blatt.
Spielziel: Man sammelt drei Karten einer Farbe mit möglichst hoher Punktsumme. Asse zählen 11, Bildkarten und Zehn jeweils 10, die übrigen Karten ihren Augenwert.
Aufbau: Jeder erhält drei Karten, drei weitere liegen offen in der Tischmitte.
Spielablauf: Wer an der Reihe ist, tauscht eine seiner Karten gegen eine aus der Mitte oder gleich alle drei. Ziel ist es, sich der 31 zu nähern. Drei gleiche Werte gelten als „Feuer“ und schlagen jede Punktzahl.
Spielende: Glaubt ein Spieler, gut genug zu liegen, „klopft“ er. Alle anderen sind noch einmal an der Reihe, dann werden die Blätter aufgedeckt. Wer die niedrigste Summe hat, verliert ein Leben. Nach drei verlorenen Leben „schwimmt“ man – beim nächsten Verlust scheidet man aus.
Ausführliche Anleitung: Schwimmen-Regeln mit Punktewertung und „Feuer“.
Skat
Skat ist das anspruchsvollste der hier vorgestellten Spiele und das klassische deutsche Stichspiel für drei Personen.
Material: Ein 32er-Blatt. Die vier Buben sind die höchsten Trümpfe, gefolgt von den Karten der Trumpffarbe.
Ablauf in Kürze: Jeder Spieler erhält zehn Karten, zwei Karten bilden verdeckt den „Skat“. Im anschließenden Reizen einigt sich die Runde darauf, wer als Alleinspieler gegen die beiden Verteidiger antritt. Der Alleinspieler legt das Spiel fest – etwa ein Farb-, Grand- oder Nullspiel – und versucht, die nötige Augenzahl an Stichen zu erreichen.
Da Reizen und Spielwertung viel Übung verlangen, eignet sich Skat eher für Spieler, die bereits Erfahrung mit Stichspielen gesammelt haben. Für den Einstieg empfehlen sich Mau-Mau und Schwimmen.
Ausführliche Anleitung: Skat-Regeln mit Reizen, Spielarten und Wertung.
Welches Kartenspiel passt zu welcher Runde?
Für einen schnellen, lockeren Abend mit Kindern oder Gelegenheitsspielern eignen sich Mau-Mau und Schwimmen, weil die Regeln in wenigen Minuten erklärt sind. Wer es taktischer mag und feste Mitspieler hat, findet im Skat ein Spiel mit großer Tiefe. Allen gemeinsam ist: Ein einziges Blatt reicht aus, um sofort loszulegen.